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Live: Zuschauen bei der Entstehung von Bürokratie

Es begab sich im kalten Januar 2026 in Berlin, dass der Strom ausfiel. Ein Stadtteil mit 48.000 Einwohnern war für mehrere Tage vom Stromnetz abgeschnitten. Laut Bekennerschreiben dank eines Anschlags einer linksradikalen Gruppe – die natürlich ausschließlich die Stromkonzerne treffen wollte und keinesfalls die Bürger. Am Rande gab es noch die Petitesse, dass der Oberbürgermeister beim Tennis erwischt wurde, statt beim Krisenstab. Aber: geschenkt.

Reaktion der Politik: Kritische Infrastruktur in Deutschland muss SOFORT besser geschützt werden. Polizei, Kameras und sonstige geeignete Maßnahmen.

Was nun passiert: Eine Arbeitsgruppe wird einberufen, um zu schauen, wie man das langfristig umsetzen kann. Erstes Ergebnis – es sollen Fragebögen an alle »wichtigen« Firmen in Deutschland verschickt werden, in denen sie erklären sollen, wie sie sich selbst absichern und wie ihre Infrastruktur geschützt werden soll. 

Nun, bitte Popcorn warm machen und zusehen, ob meine Prognose, was nun folgt, eintrifft:

  • Der Fragebogen wird fünf Seiten umfassen.
  • Aus der Arbeitsgruppe wird eine Kommission.
  • Aus der Kommission wird eine Behörde.
  • Der Empfängerkreis der Fragebögen wird drastisch ausgeweitet. Nichtausfüllen wird mit Bußgeldern belegt, bis hin zur Haftandrohung für Geschäftsführer.
  • Das Ganze wird in ein Gesetz gegossen.
  • Der Fragebogen wird auf zehn Seiten anwachsen.
  • Als nächstes wird eine Zertifizierung eingeführt: »Infrastruktur-resistenter Betrieb«.
  • Die Zertifizierungen werden durch Monopoleinheiten der deutschen Wirtschaft durchgeführt, also TÜV oder IHK.
  • Diese Zertifizierung wird Pflicht, und auch Teil des Umfangs der Wirtschaftsprüfung.
  • Jeder Betrieb ab zehn Mitarbeitern wird einen Infrastrukturbeauftragen benennen müssen, der regelmäßig Schulungen besucht.
  • Das Geld für konkrete Maßnahmen wird natürlich aus dem Sondervermögen »Landesverteidigung« bezahlt. 

Ganz wilde Fantasie:

  • Privathaushalte müssen bestimmte Mengen Nahrungsmitteln und Wasser bevorraten. Wer das nicht leisten kann, bekommt eine Beihilfe vom Staat (aus dem Sondervermögen).
  • Dies wird alle zwei Jahre kontrolliert, und die Kontrolleure erhalten umfassende Rechte.
  • Firmen müssen bestimmte Mengen an Kraftstoffen bevorraten, was natürlich den Brandschutz auf den Plan ruft.

Praktisch wird sich sicherlich nichts ändern, aber wenn etwas passiert, weiß man wenigstens, was man hätte tun können. 😊

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